Alle sieben Wellen

"Warum ich dir schreibe? Weil mir danach ist. Und weil ich nicht wortlos auf die siebente Welle warten will. Ja, hier erzählt man sich die Geschichte von der unbeugsamen siebenten Welle. Die ersten sechs sind berechenbar und ausgewogen. Sie bedingen einander, bauen aufeinander auf, bringen keine Überraschungen. Sie halten die Kontinuität. Sechs Anläufe, so unterschiedlich sie aus der Ferne betrachtet auch wirken, sechs Anläufe – und immer das gleiche Ziel. Aber Achtung vor der siebenten Welle! Sie ist unberechenbar. Lange Zeit ist sie unauffällig, spielt im monotonen Ablauf mit, passt sich an ihre Vorgängerinnen an. Aber manchmal bricht sie aus. Immer nur sie, immer nur die siebente Welle. Denn sie ist unbekümmert, arglos, rebellisch, wischt über alles hinweg, formt alles neu. Für sie gibt es kein Vorher, nur ein Jetzt. Und danach ist alles anders. Ob besser oder schlechter? Das könnten nur jene beurteilen, die von ihr erfasst worden sind, die den Mut gehabt haben, sich ihr zu stellen, sich in ihren Bann ziehen zu lassen."

Mit einem besseren Zitat könnte man den ersten Blog Eintrag nicht beginnen. Es stammt von Daniel Glattauers "Alle sieben Wellen". In seinen zwei Büchern geht es um die Geschichte von Emmi und Leo, die sich per E-Mail kennen und lieben lernen. Leo ist der pessimistische Typ, der wirklich alles anzweifelt und ins Negative zieht, während Emmi das positive Licht in ihrer Beziehung ist. Ich möchte ihre Offenheit und zustimmende Art gleich dafür verwenden, um meinen Blog zu eröffnen. Klar, das Leben läuft nicht immer so, wie man es sich vorstellt, aber gerade das sind doch die Herausforderungen, die es zu überwinden gilt. Und das macht das Leben lebenswert. Überall, wo es Schatten gibt, gibt es auch Licht. Nur wenn man sich nicht zum Licht umdreht, wird man es nie sehen. Deswegen möchte ich über das ein oder andere Thema schreiben, es kritisch betrachten und die Meinung mit euch teilen. 

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